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Foto vom Architekten-Modell

Suchet der Stadt Bestes

Mitten in der Fußgängerzone, zwischen Lenneufer und der stattlichen Burg Altena, steht die Lutherkirche, sonntägliche Gottesdienststätte der Evangelischen Kirchengemeinde Altena. Durch einen Kraftakt schaffte es unsere Gemeinde 2007, die barocke Kirche zu renovieren.

Die Farbe Weiß dominiert den fast quadratischen Raum, bis hin zu weißen Kirchenbänken im Hauptschiff und auf den großzügigen Emporen. Diese Größe macht die Kirche zu einer beliebten Konzertkirche für die ganze Region. Engelsfiguren zieren den Altar und die direkt darüber befindliche Kanzel. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche der heiligen Katharina, der Stadtpatronin Altenas, geweiht. 1535 kam die Reformation nach Altena.

Nach einem ungewöhnlich rasanten Einsparprozess ist die Lutherkirche und das angrenzende Lutherhaus in den letzten Jahren Mittelpunkt des Gemeindelebens geworden. In den Stadtteilen ringsherum mussten Gemeindehäuser geschlossen, verkauft, eine Kirche sogar abgerissen werden. Pfarrstellen und andere Arbeitsplätze musste das Presbyterium reduzieren.

Nicht nur schwindende Kirchenfinanzen sind maßgeblich für die Veränderungen in Altena. Die einst starke mittelständische Metall- und Drahtindustrie geriet mit dem Fortzug der Firma Nokia nach Bochum in die Krise. Die Lage Altenas, umschlossen vom engen Lennetal, lässt heute kaum Platz für neue Industrie. Zudem hat Altena eine für Nordrhein-Westfalen beispiellose demographische Situation zu bewältigen: Die Einwohnerzahl sank in den letzten 20 Jahren von 25.000 auf 19.000 Einwohner. Und: Jeder zweite Altenaer ist heute über 50 Jahre alt. Leerstehende Geschäfte und verloren gegangene Einkaufsmöglichkeiten sind Sinnbild der Krise. Die älteren Bewohner kennen ihre Stadt noch als blühende Kreisstadt der 1960er-Jahren.

Doch unterhalb der stadtbildprägenden Burg – sie beherbergt immer noch die älteste Jugendherberge Europa – sind Aufbrüche unverkennbar. Altena ist bundesweit eine von sechs Kommunen, die mit dem Projekt „Neues Altern in der Stadt” die Lebensqualität der Senioren zu verbessern sucht. Im alten Stellwerk ist ein Generationenbüro eingerichtet worden. Es bündelt das bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt für die Stadt.

Als Kirchengemeinde haben wir uns das Leitwort gegeben „Kirche für Altena – Suchet der Stadt Bestes“. Sie möchte den demographischen Wandel mitgestalten. Zuletzt war sie Mitbegründerin des Hilfenetzwerkes „Demenz“. Es wird eine enge Zusammenarbeit mit der Diakoniestation und dem evangelischen Altenpflegeheim gesucht. Die Kirchengemeinde sieht sich als gesellschaftliche Akteurin, in der besonders gut verschiedene Generationen in einer alternden Stadt zusammengebracht werden können.